WordPress und Pagespeed: Geht doch.

Fast train as a symbol for website speed
Fast train as a symbol for website speed
Google Page Speed Insights der Website jodeleit.com, gemessen am 30.12.2020

Google Page Speed Insights ist ein Analysewerkzeug, das Auskunft über Geschwindigkeit und neuerdings auch Benutzerfreundlichkeit von Websites gibt. In der Vergangenheit habe ich bei vielen Projekten immer wieder viel optimiert, oft stunden- oder gar tagelang. Auf dieser neuen Website wollte ich Page Speed von Beginn an zu einer Selbstverständlichkeit machen, und das, obwohl sie nicht „nur“ eine simple Website ist, sondern Folgendes leistet:

  • Die Site ist ein vollwertiges Learning Management System: eine Kursplattform mit allem, was dazugehört.
  • jodeleit.com ist zudem eine vollständige E-Commerce-Lösung und ermöglicht den Kauf von Kursen und Coachings inkl. korrekter internationaler Rechnungsstellung.
  • Zudem handelt es sich um eine Membership Site mit ausgefeiltem Rechtemanagement.

Mit dem Sich-Selbst-auf-die-Schulter-Klopfen ist das so eine Sache: kommt nicht immer gut an. Daher schaue ich etwas verlegen in die Runde, während ich mich öffentlich über die coole Performance freue: Maximalpunktzahlen sowohl bei Google Page Speed Insights als auch bei GTmetrix. Beide Tests sind alles andere als leicht mit gutem Ergebnis zu absolvieren, doch eine Reihe von Maßnahmen ermöglichte, Funktion und Geschwindigkeit beidermaßen zu optimieren.

GTmetrix-Ergebnis für die Website jodeleit.com, gemessen am 30.12.2020
  1. Wahl eines schlanken WordPress Theme (in diesem Falle: Astra Pro). Ich schätze Multifunktions-Themes wie Divi durchaus und verwende sie als Inhaber einer Lifetime-Lizenz natürlich gern. Doch Gutenberg hat sich inzwischen zu einem äußerst flexiblen Editor gemausert, und Astra ist in der Pro-Version dermaßen flexibel, dass ich nach einem kurzen Ausflug zu GeneratePress, dessen Preispolitik mir überhaupt nicht gefiel (Premium-Lizenz für Selbstverständlichkeiten), Astra zu meinem aktuellen Lieblingstheme ernenne.
  2. Einsatz von Caching, wo immer es bei einer E-Commerce- und Membership Site möglich ist. Natürlich gibt es hier eine Reihe von Herausforderungen, die aber zu meistern sind.
  3. Gutes Hosting – klar, das biete ich ja auch selbst an, und da gibt’s kein „Die Schuster tragen die schlechtesten Schuhe.“
  4. Auslagerung von statischem HTML ins Cloudflare Edge Network mithilfe von Cloudflare Workers. Das geht auf zweierlei Weisen: die eine kostet 5 bis 20 USD pro Monat und setzt auf ein offizielles Plugin von Cloudflare, die andere, die hier auf jodeleit.com Anwendung findet, benötigt keinen kostenpflichtigen Dienst, sondern kommt mit dem Cloudflare Free Tier aus, solange es um nicht mehr als 100.000 Requests täglich geht. Und sollte ich diese Grenze irgendwann sprengen, sind die Mehrkosten dennoch moderat.

Also – Pagespeed geht nicht nur mit einem jamstack-artigen HTML-Konstrukt auf einem Caddy Webserver (das ist ein anderes Thema), sondern auch mit WordPress. Immer noch. Das ist gut, und das wollte ich mal teilen.

Verfasst von

Bernhard hat mehr als 10 Jahre als Redakteur gearbeitet und wurde dann PR-Unternehmer. Im Jahr 2011 gründete er seine eigene Agentur Lots of Ways GmbH. Er bloggt und arbeitet seit 2006 mit WordPress.

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